Zweiundzwanzig wilde Leute

Fußball – ein Gedicht

Von Elmar Tophoven

 

Allüberall ist Sonntagsstille

Der Lärm des Alltags ist verstummt

Da wird in eine schlaffe Hülle aus Leder

Etwas Luft gepumpt

Und zweiundzwanzig wilde Leute

Stürzen sich wütend auf die Beute

Sie stoßen, schießen, dribbeln, kicken

Es fließt schon Blut, Schienbeine knicken

Und drohend schieben sich die Massen

Die sich auch mit dem Sport befassen

Man wirft mit Stöcken und mit Schirmen

Der arme Schiedsrichter muß türmen

Das Spiel endete drei zu drei

Mit einer großen Keilerei

Und alle räumen sie den Rasen

Die Luft wird wieder ausgeblasen

Es bleibt die schlaffe Lederhülle

Allüberall ist Sonntagsstille

 

 


 


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Mein fremder Freund: Ob der Islam zu Deutschland gehört, steht dahin. Sicher jedoch ist, dass jeder von uns einen Menschen kennt und mag, der einer fremden Kultur entstammt. Anlass genug, ihn in einer kleinen Portraitfolge aus dem ominösen Migrationshintergrund treten zu lassen, eh ihn Sarrazin abschafft. Ein ähnliches Ziel haben sich die Fotografen Wim Woeber und Ralph Wentz vorgenommen, der Porträts aus der Kölner Keupstraße wir im Rahmen unserer Serie zeigen.


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