Wir haben die Kraft!

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen könnte die Republik verändern (2)

Von Wolfgang Michal

Griechenland wird die Wahl in Nordrhein-Westfalen entscheiden. Denn die Haltung der Rheinländer und der Westfalen zur innereuropäischen Finanzkrise macht jenen kleinen Unterschied, der über schwarz-gelb, schwarz-grün oder schwarz-rot entscheidet.

„Mit uns“, schreiben die beiden „Stones“ Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück im Spiegel, wäre die Griechenland-Rettung nicht so chaotisch verlaufen. Wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten (bzw. apathisch hingenommenen) Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen überbringt das (mehrheits)sozialdemokratische „mit uns“ eine klare Botschaft an die CDU: Koaliert mit uns! Nur die krisenerfahrene Große Koalition kann den Deckel auf dem Topf der gesellschaftlichen Spannungen halten, nur sie kann Europa durch die Schulden-Krise führen, nur eine Große Koalition darf (gefahrlos) „soziale Wohltaten“ beschneiden und Steuern erhöhen. Diese be(un)ruhigende, gesellschaftsformierende Kraft enthält der Spiegel-Aufsatz der Stones. Und auch die leicht imperialen Untertöne sollte man nicht überhören. Der deutsche Führungsanspruch in Europa wurde selten so freimütig geäußert.

Vielleicht ist das die tiefere Bedeutung des gemeinsamen rot-schwarzen Wahlkampfslogans: WIR HABEN DIE KRAFT!


 


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Mein fremder Freund: Ob der Islam zu Deutschland gehört, steht dahin. Sicher jedoch ist, dass jeder von uns einen Menschen kennt und mag, der einer fremden Kultur entstammt. Anlass genug, ihn in einer kleinen Portraitfolge aus dem ominösen Migrationshintergrund treten zu lassen, eh ihn Sarrazin abschafft. Ein ähnliches Ziel haben sich die Fotografen Wim Woeber und Ralph Wentz vorgenommen, der Porträts aus der Kölner Keupstraße wir im Rahmen unserer Serie zeigen.



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