So nicht!

Meine Leute können es nicht. Und das ist schlimm

Von Emanuel Eckardt

Seit einem halben Jahrhundert erlebe ich Politik und Politiker in diesem unserem Lande. Noch nie wurde ich so schlecht regiert. Noch nie war mir eine Regierung so unheimlich, empfand ich das Handeln der verantwortlichen Personen so laienhaft, unprofessionell und perspektivlos. Streiten sich wie Kesselflicker, statt sich an einen Tisch zu setzen und ihre Arbeit zu machen. Die Aufgaben, die vor ihnen liegen, sind – durch die Wirtschaftskrise – nicht mit dem zu vergleichen, was die rot-grüne oder die schwarz-rote Koalition zu schultern hatte. Aber die hätten es zumindest angepackt. Der Eindruck verschärft sich, dass hier – von wenigen Ausnahmen abgesehen – eine Truppe von selbstverliebten, überforderten und unfähigen Amateuren am Werk ist. Wenn ich könnte, würde ich meine Leute feuern, lieber heute als morgen, denn dann ist es zu spät. Aber feuern geht nicht. Also bleibt nur die Abmahnung. Setzt euch endlich an einen Tisch. Macht, verdammt noch mal euren Job!


 

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Marius Helmholz

http://www.autoren-reporter.de

Dienstag, 09-02-10 09:55

Man kann eine Regierung feuern - siehe Ex-DDR. Nur leider wird das mit den millionen von eingelullten Bürgern vorerst nicht möglich sein. Solange die Mehrheit ein Dach über dem Kopf, was zu Essen und einen Fernseher hat wird sich daran auch nichts ändern. Daß das so bleibt ist meines Erachtens das nicht ausgesprochene Ziel unserer Regierung. Die Geschichte wiederholt sich "panem et circenses" - das wussten schon die alten Römer.

 

Joachim Winsmann

Sonntag, 21-02-10 19:41

Lieber Herr Eckardt,
Nachdem ich den Artikel Ihrer Kollegin über Usedom gelesen habe, bin ich mir sicher: sie wurden 50 Jahre zu (!) gut regiert. Ich, als sog. Ossi-Wesen, wurde 40 Jahre beherrscht. Und wissen Sie was ich dabei gelernt habe? Alles geht zu Ende. Man darf die Hoffnung nur nicht aufgeben.

 
 

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Mein fremder Freund: Ob der Islam zu Deutschland gehört, steht dahin. Sicher jedoch ist, dass jeder von uns einen Menschen kennt und mag, der einer fremden Kultur entstammt. Anlass genug, ihn in einer kleinen Portraitfolge aus dem ominösen Migrationshintergrund treten zu lassen, eh ihn Sarrazin abschafft. Ein ähnliches Ziel haben sich die Fotografen Wim Woeber und Ralph Wentz vorgenommen, der Porträts aus der Kölner Keupstraße wir im Rahmen unserer Serie zeigen.


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