Zweiundzwanzig wilde Leute
Fußball – ein Gedicht
Allüberall ist Sonntagsstille
Der Lärm des Alltags ist verstummt
Da wird in eine schlaffe Hülle aus Leder
Etwas Luft gepumpt
Und zweiundzwanzig wilde Leute
Stürzen sich wütend auf die Beute
Sie stoßen, schießen, dribbeln, kicken
Es fließt schon Blut, Schienbeine knicken
Und drohend schieben sich die Massen
Die sich auch mit dem Sport befassen
Man wirft mit Stöcken und mit Schirmen
Der arme Schiedsrichter muß türmen
Das Spiel endete drei zu drei
Mit einer großen Keilerei
Und alle räumen sie den Rasen
Die Luft wird wieder ausgeblasen
Es bleibt die schlaffe Lederhülle
Allüberall ist Sonntagsstille



