Vom Winde zerstört
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Fünf Jahre ist es nun her, daß der Hurrikan Katrina im August 2005 über die Golfküste der Vereinigten Staaten fegte. Mehr als eine Millionen Menschen mußten die Region damals verlassen. New Orleans und das Mündungsgebiet des Mississippi waren besonders betroffen. Ganze Stadtteile wurden schwer verwüstet und auch überschwemmt.
Welche Folgen hatte die Katastrophe für die Betroffenen? Wie kam der Wiederaufbau voran? Wie hat Katrina die Stadt verändert? Daniel Nauck besuchte einige der Gebiete, die am schwersten in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Und erfuhr, wie deren mehrheitlich schwarze Bevölkerung nur sehr mühsam wieder zu einem halbwegs geordneten Leben findet.
Trotz gravierender Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit, mangelnder Ausbildung und Kriminalität fand Nauck aber auch dort jene besondere Vitalität, die den Mythos von New Orleans begründete. Nicht zuletzt dank des französischen Erbes und der karibischen Einflüsse entstand dort ein einmaliges Lebensgefühl, das diese Stadt von allen anderen Städten der USA unterscheidet.
Daniel Nauck, Jahrgang 1978, studierte an der Fachhochschule Hannover Fotografie. Bei einem Gastaufenthalt am International Center of Photography in New York begegnete er einer Lehrerin aus New Orleans, die durch Katrina obdachlos geworden und schließlich in New York gestrandet war. So entstand die Idee, den Folgen des Wirbelsturmes nachzuforschen. Über seine Recherchen hat er auch einen kleinen Fotofilm produziert.
Mittlerweile lebt Nauck wieder in seiner Geburtsstadt Potsdam. Neben klassischer Reportage-Fotografie widmet er sich auch zunehmend multimedialen Projekten. Gemeinsam mit einigen Kollegen rief er dafür die Plattform 2470media ins Leben.
Geschichten vom Mississippi erzählt auch unsere Reportage Der vergessene Riese. Stefan Schomann und Jane Dulfaqar erlebten den Alltag der Flußschiffer auf Amerikas größtem Strom.
Das unsterbliche Flair von New Orleans hat der Fotograf Joe Zammit-Lucia in seinen großartigen Porträtfotos eingefangen.
Auch die Kunst leistet einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung der Stadt. Von November 2010 bis Februar 2011 findet der Prospect New Orleans statt, die wichtigste Kunst-Biennale Amerikas.
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Gemeinsam mit der Fotografenvereinigung Freelens präsentiert MAGDA an dieser Stelle herausragende Fotoreportagen. In den besten aller Farben: in schwarz/weiß. In regelmäßigen Abständen zeigen wir auf der Startseite ein neues Bild aus der jeweiligen Geschichte, die wir dann hier in diesem Album näher vorstellen.
Was bisher geschah:
Bonjour tristesse: Calin Kruse in Trier West
Die Fischer von Galiläa: Lucas Wahl in Israel
Auf dem Mississippi: Jane Dulfaqar folgt dem Fluss der Flüsse
Winterreise: Walter Mayr auf Schuberts Spuren
Die nomadische Alternative: Michael Hauri in der Mongolei
Boddenfischer: Frank Steinbach auf der Ostsee
Das Woodstock des Balkans: Daniel Pilar in Guča
Die Hochzeit von Perpignan: Jesco Denzel in Südfrankreich
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