Tunesien im Umbruch

Der MAGDA-Blog: Susanne Fischer berichtet aus dem Land, in dem alles begann

Von Susanne Fischer

 

beirut + + + 26.2. + + +

Gestern nacht aus Tunis angekommen, lese ich heute ungläubig von den Toten, die es bei Demonstrationen auf der Avenue Bourgiba gegeben hat. Tränengas, Schüsse, Verletzte, Tote?

Das ist nicht das Tunis, das ich in der vergangenen Woche erlebt habe. Demontrationen, ja. Auch Wut, heftige Debatten. Aber nicht einen Moment lang hatte ich das Gefühl, die Stimmung könne so schnell und so radikal umschlagen. Die Sicherheitskräfte hatten sich stets und überall im Hintergrund gehalten; selbst wenn an zentralen Stellen der Verkehr lahmgelegt wurde, schritt die Staatsmacht kaum ein oder versuchte, die Demonstranten mit Worten umzulenken. Auch die Dauerproteste mit Zeltlager vor dem Finanzministerium und der Kasbah, dem Sitz des Premierministers, wurden hingenommen.

Noch sind die Hintergründe des Gewaltausbruchs nicht klar. Wer hat angefangen, wie kam es zur Eskalation? Waren die Demonstranten gewaltbereit, oder gab es gezielte Provokationen, ist dies ein Versuch des alten Apparats, die Revolution und ihre jungen Helden zu diskreditieren? Zur Liste der unbeanworteten Fragen in Tunis sind eine ganze Reihe neue hinzugekommen.

 

sfax + + +  sousse + + +  25.2. + + +

Von Sidi Bouzid fahren wir weiter nach Sfax, die zweitgrößte Stadt des Landes. Von hier aus starten die Bootsflüchtlinge nach Lampedusa ihre riskante Reise ins Ungewisse. Früher kostete die illegale Flucht ein Vermögen, vier- bis fünftausend Dinar (umgerechnet etwa 2000 bis 2500 Euro). Heute, erzählt mir ein Tunesier, sei ein Platz auf einem der Boote schon für 300 bis 1000 Dinar (150 bis 500 Euro) zu haben. Ein Großteil des Fluchtgeldes ging früher vermutlich als Schmiergeld an die Polizei; außerdem sind die Boote heute völlig überladen, weit über jede verantwortbare Tragfähigkeit hinaus.

Der Flüchtlingsstrom wird vermutlich erst dann nachhaltig versiegen, wenn sich die wirtschaftliche Lage der Menschen daheim spürbar ändert. Vergangene Woche hat Premierminister Ghanouchi ein großes Projekt zur Schaffung von 50000 Arbeitsplätzen für Jugendliche angekündigt. Reichen wird das nicht. Allein aus Libyen kommen dieser Tage zigtausende Arbeiter zurück, die zumindest vorübergehend zuhause ein Auskommen finden müssen.

Ein kurzer Besuch bei einer regionalen Wochenzeitschrift, "Shams al-Djunub", Sonne des Südens. Auf dem Konferenztisch liegt eine alte Ausgabe, zufällig genau die vom 14. Januar 2011, dem Tag des Sturzes von Diktator Ben Ali. Auf dem Titel ein Foto von Ben Ali, auf den ersten Seiten Geschichten - oder Verlautbarungen - rund um den Präsidenten und seine Gefolgschaft. Ein kleines Fenster in die gar nicht ferne Vergangenheit.  In der ersten Ausgabe nach der Revolution stellt die Redaktion das Übergangskabinett vor. Ich blättere die Bilder mit einem jungen Blogger durch, der jeden Minister kommentiert: "Den hassen wir, der muss auch noch gehen, der ist in Ordnung, der geht gar nicht." Nur wenige der neuen Amtsträger finden Gnade vor seinen Augen, die Mehrheit ist mindestens dreimal so alt wie er und erinnert mich an Fotos vom SED-Politbüro.

Back on the road, unterwegs nach Sousse. Im Radio läuft zum wiederholten Male "Free" von Stevie Wonder. Sousse war vor der Revolution eine der Touristenhochburgen des Landes. Im Moment stehen die Hotels leer, ein herber Schlag für die tunesische Wirtschaft. Alle hoffen, dass die Touristen bald wieder zurückkommen. Um die Hochsaison im Sommer nicht zu gefährden, gibt es bei einigen sogar Überlegungen, auf keinen Fall Wahlen im Juni oder Juli zu haben. Aber im August ist dann Ramadan, ebenfalls keine gute Zeit für Wahlen. Gar nicht so leicht, einen Terminkalender für die Demokratie zu erstellen.

Im Restaurant "Pascha" sind wir die einzigen Gäste an diesem Abend. Bei Kerzenlicht gibt es Couscous mit Lamm, dann gleiten wir zur Filmmusik von "Gladiator" aus dem Radio zurück nach Tunis.

In Sidi Bouzid, 250 Kilometer von der Hauptstadt Tunis (alle Fotos: Susanne Fischer)

 

+ + + sidi bouzid + + +  24.2.  + + +

Hier also hat alles angefangen: Sidi Bouzid im tunesischen Hinterland ist eine kleine verschlafene Stadt, umgeben von staubigen Feldern und Kakteenhecken. Gut drei Stunden sind wir von Tunis hierhergefahren. Touristen kamen hier bis vor kurzem praktisch nie vorbei, und Journalisten noch seltener. Seit dem Freitod von Mohamad Bouazizi aber, der sich vor dem Sitz des Gouverneurs in Brand gesetzt hat, ist der Name Sidi Bouzid in der ganzen Welt bekannt.

 

Mohamad Bouazizi ist der Märtyrer der tunesischen Revolution - und hat den Namen seines Dorfes in der Welt bekannt gemacht

Sein Foto ziert die Spitze eines Monuments im Stadtzentrum, gegenüber vom ehemaligen Parteigebäude, das per Graffiti in "Beit el-Sha3eb", Haus des Volkes umgetauft wurde. Auch heute stehen hier und dort Gruppen und Grüppchen von Demonstranten herum. Kaum steige ich aus dem Auto, bin ich von Menschen umringt. "Sahafiya?" "Journalistin", fragt einer. Ein anderer will es genauer wissen: Ob Journalisten von France24, dem französischen Satelitensender anwesend seien? Als ich verneine, dreht er enttäuscht ab. France24 hat während der Polizeiblockade, die das "Ancième Regime", wie das Regime des geschassten Diktators heute nur noch heißt, nach dem Tod Bouazizis über Sidi Bouzid verhängt hat,  unermüdlich berichtet und offenbar eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf der Revolution gespielt.

Ein alter Mann mit Krücken  und einer Flasche unter dem Arm postiert sich schreiend vor dem Gouverneurssitz. "Müssen wir uns anzünden, damit ihr uns hört? Ich bin dazu bereit." Er schwenkt die mitgebrachte Flasche, vermutlich enthält sie Alkohol. Er brüllt noch ein bisschen, andere brüllen zurück, dann trollt er sich wieder.

 

In vielen Cafes auf dem Land sitzen nach wie vor nur Männer

+ + +  sidi bouzid  + + +  24.2. + + +

Mit den Betreibern eines lokalen Internet-Radios gehe ich in ein Café um die Ecke. Schon am frühen Morgen - es ist noch keine zehn Uhr - ist es voll mit jungen Männern, die Kaffee oder Cola trinken und Wasserpfeife rauchen. "Unemployment = humiliation" stand auf einem Plakat an dem Monument für Bouazizi. Das Café ist laut und verqualmt, ich schlage vor, auf die andere Straßenseite zu gehen, das Café dort scheint mir viel ruhiger. Meine Begleiter winken ab: Kein Zutritt für Frauen. Zwischen Tunis und Sidi Bouzid liegen nicht nur 250 Kilometer, sondern Welten.

Die Jungs haben das Radio vor fünf Jahren begonnen, weil es aus Sidi Bouzid und Umgebung so gut wie keine Nachrichten gab. "Nicht einmal wenn hier ein Mord geschah, konnte man irgendwo etwas darüber lesen oder hören, " sagt Anis, deshalb beschlossen sie, als Team von Freiwilligen "dem Volk eine Stimme zu geben".  Sie arbeiten von zuhause, ohne professionelles Equipment, ohne journalistische Ausbildung, und doch traut ihnen die Bevölkerung von Sidi Bouzid weit mehr als den offiziellen Medien. Kürzlich, erzählt Daly, sei ein Drehteam des Staatsfernsehens hier gewesen und habe "gefilmt" - allerdings sei die Schutzkappe die ganze Zeit auf der Linse gewesen. "Die wollten den Leuten nur das Gefühl geben, seht, wir sind hier, wir hören euch  - ohne wirklich zuzuhören."

Draußen vor dem Gouverneurspalast harrt trotz des kalten Windes immer noch eine kleine Menschenmenge aus. Mein Begleiter, ein junger Blogger, spottet liebevoll: "Das ganze Volk leidet an "Freedom Diarrea."

 

Es ist unübersichtlich in diesen Tagen in Tunesien; noch sind die Menschen unsicher, wie sich alles entwickeln wird: Protest gegen den Übergangs-Premierminister Mohammed Ghanouchi

 

+ + + tunis + + + 23.2. + + +

Es war leichter, die Übergangsministerin für Frauen, Lilia Labidi, per Email zu erreichen als über ihre Sekretärin. Die wollte partout, dass ich ein Fax mit einer offiziellen Interviewanfrage schicke, dabei hatte die Ministerin mir per Email schon zugesagt, dass ich sie sehen könne. Irgendwann erbarmt sich die Sekretärin dann doch.

Lilia Labidi ist eigentlich Professorin für Anthropologie und Psychologie. Als sie nach der Revolution gebeten wurde, in der Interimsregierung das Frauenministerium zu übernehmen, hat sie ja gesagt, aus einem Gefühl der Verantwortung heraus - um daran mitzuarbeiten, dass aus der Revolution auch eine echte und dauerhafte Demokratie hervorgehe.

Nach einem Plan für die nächsten Monate gefragt, meint sie: "Monate? Wir arbeiten hier von Tag zu Tag." Die ersten zwei Wochen sei sie im Ministerium praktisch zu nichts gekommen, jeden Tag waren Demonstranten da, hätten sogar im Ministerium geschlafen, sie zeigt mir einen Ordner, in dem die Anliegen der Demonstranten, ihre Herkunft und die Punkte aufgelistet sind, die die MInisterin mit ihnen diskutiert hat.

Die Revolution hat ihrer Meinung nach gezeigt, dass niemand die Jugend wirklich kannte. Was habe es nicht alles an Studien über die angeblich apolitische Jugend gegeben, die nur von der Flucht nach Europa träumt und an keinem politischen Diskurs interessiert ist. Nun habe die Welt gesehen, dass die Jugend ihren ganz eigenen Diskurs geführt hat - auf Facebook, auf Twitter, dann auf den Straßen.

In diesen chaotischen Übergangstagen versucht sie vor allem, das Vertrauen der Menschen in die staatlichen Institutionen wieder herzustellen. Dabei geht es auch um die Symbolik. Geht sie zu einer Konferenz, spricht sie nicht nur ein schnelles offizielles Grußwort und verschwindet dann wieder im ministeriellen Nirwana, sondern sitzt unter den Teilnehmerinnen, hört zu, diskutiert mit den Menschen.

Das Telefon klingelt. Eine Delegation aus Sidi Bouzid, dem Ort, in dem mit der Selbstverbrennung von Mohamed Bouazizi alles begann, will die Ministerin sehen. "Aber natürlich", sagt die Ministerin.

 

alle Fotos: Susanne Fischer
Seien wir Realisten... Verlangen wir das Unmögliche! In Tunis herrscht kämpferische Zuversicht

+ + + tunis + + + 23.2.2011 + + + abends + + +

Ich bin zu Besuch beim Privatradio Mosaique FM, dem populärsten Sender Tunesiens, das 2003 als erstes Privatradio auf Sendung ging – aber bis zum 14. Januar 2011 keine politischen Nachrichten oder Programme senden durfte. Jetzt senden sie stündlich Nachrichten, organisieren täglich politisch Debatten und Call-ins. Nur eines fehlt Chefredakteur Noureddine Boutar: "Journalisten, die Erfahrung mit politischer Berichterstattung haben." Wie sollen sie über die anstehenden Wahlen berichten (von denen noch nicht mal das Datum bekannt ist), wie über den Weg dorthin, die nötigen Reformen, die Debatten, die Arbeit der Übergangsregierung? "Die Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft“, sagt Boutar - „und 23 Jahre lang durften wir über Politik nicht reden. Nun müssen wir erst mal lernen, wie das geht."

 

Copyright: Dominik Baur
Vor dem libyschen Generalkonsulat. "Nein zum Töten des libyschen Volkes", steht auf dem Schild.

+ + tunis + + 23.2.2011 + + mittags + +

Auf dem Weg zum nächsten Interview komme ich wieder beim libyschen Konsulat vorbei, wo sich in den letzten Tagen immer mehr Demonstranten versammelten. Heute war alles ruhig, was mich zunächst wunderte. Dann wies mich der Taxifahrer darauf hin, dass vor dem Konsulat nicht mehr die grüne Fahne weht, die Gaddhafi für Libyen eingeführt hatte, sondern die alte schwarz- rot-grüne libysche Fahne, jetzt die Fahne der Revolution. Der Konsul hat seinen Rücktritt und seine Solidarität mit den Demonstranten erklärt – er ist im wahrsten Sinn des Wortes von der Fahne gegangen. Auch wenn Gaddhafi im Land versucht, mit eiserner Hand an der Macht festzuhalten: Jenseits der Landesgrenzen entgleitet sie ihm Schritt für Schritt, Konsulat um Konsulat, Botschafter um Botschafter.

 

Wie macht man Revolution? Tunesien findet es gerade heraus

+ + tunis + + 22.2.2011 + + abends + +

Eine junge, geschichtsinteressierte Tunesierin interviewte mich unlängst für ihren Blog, wie ich 1989 den Fall der Mauer erlebt habe. Vor allem wollte sie wissen, ob ich je damit gerechnet hatte, dass die Mauer fallen könnte. Ich musste zugeben: Nein, hatte ich nicht. Sie lachte. Genau das hatte sie hören wollen. Denn in Tunesien hat auch niemand, NIEMAND, mit der Revolution gerechnet. Noch jetzt, einen Monat später, Ben Ali liegt im Exil im Koma, wirken viele Menschen wie im Rausch. Wo man geht, steht, läuft, sprechen einen die Menschen auf der Straße an, verwickeln mich in Gespräche, erzählen ungefragt drauflos. Taxifahrer halten Vorträge über die Freiheit, ein Anwalt legt mir auf der Avenue Bourgiba, der zentralen Allee in Tunesien, seinen Zeitplan für die Wahlen dar.

 

 

+ + tunis + + 22.2.2011 + + nachmittags + +

Vor dem libyschen Konsulat, einem protzigen Bau, demonstrieren wieder Menschen. Die Leute halten Schilder hoch „Gaddhafi, tritt zurück“ und skandieren Parolen. Es sind deutlich mehr als gestern, der Verkehr rund um das Konsulat liegt völlig lahm. In Tunis ist man in diesen Tagen am besten zu Fuß unterwegs.


 
 

Ein Demonstrant verbennt ein Fotos Gaddhafis

+ + tunis + + 22.2.2011 + + mittags + + 

Keiner weiß so recht, wie es weitergeht, welchen Weg man gehen wird, alles ist nach wie vor völlig führerlos, es ist nicht einmal klar, was für Wahlen es wann geben wird, ob die Verfassung nur reformiert oder komplett erneuert werden soll. In den Zeitungen, klagen viele, sitzen lauter Wendehälse, die das Volk mit Geschichten über Ben Alis Reichtümer ablenken von den wirklichen politischen Debatten und Fragen, und keiner weiß genau, wer eigentlich Entscheidungen trifft und im Hintergrund noch irgendwelche Fäden zieht.

Die Proteste im Nachbarland Libyen und die brutale Niederschlagung beschäftigen die Menschen sehr. Viele Tunesier arbeiten in Libyen, sie fliehen derzeit zu Tausenden. Drei sollen bei den gewaltsamen Unruhen ums Leben gekommen sein. Die internationale Presse reist von Tunis an die Grenze, um Flüchtlinge zu interviewen und vielleicht einen Weg nach Libyen zu finden. Von der ägyptischen Seite aus sind angeblich bereits die ersten Journalisten über die Grenze gelangt. Dass Gaddhafi fällt, gilt unter den Menschen auf der Straße als ausgemachte Sache. "Kalb, kalb", schimpfen die Demonstranten, "Hund", und setzen ein Portrait von ihm in Brand.


 

Seit Wochen campieren Menschen vor dem tunesischen Finanzministerium, um gegen die Kleptokratie des geschassten Regimes zu protestieren.

 

+ + + tunis + + + 21.2.2011 + + + nachmittags + +  +

Revolution ist toll. Macht aber viel Arbeit. Was es alles zu tun gibt: Präsidentschaftswahlen. Parlamentswahlen. Die Verfassung. Die Medien. Und vor allem die Wirtschaft: Schließlich waren die jungen verzweifelten Arbeitslosen der Motor der Revolution, die gut ausgebildeten Akademiker, von denen mehr als ein Drittel niemals einen Job in ihrem Gebiet finden. Wer keinen Job hat, verdient kein Geld und kann nicht heiraten, kann keine Familie gründen. Für Frauen besonders tragisch, da sie als soziale Akteure praktisch nicht existieren, wenn sie nicht verheiratet sind und Kinder haben.

Überall und jeden Tag immer noch Demonstrationen. Vor dem libyschen Konsulat. Vor dem Regierungssitz. Vor dem Finanzministerium. Dort haben sich die Protester gleich in Zelten niedergelassen, die Wand ist mit Graffitis übersäht. "Yes, we can" Immer wieder wirft die Menge rhythmisch die Hände in die Luft und ruft das berühmte "Degage, degage", mit dem sie den Interims-Ministerpräsidenten zum Rücktritt auffordern.

In allen Restaurants und Cafés läuft Al-Dschasira oder Al-Arabiya. Alle wollen bei der nächsten Revolution live dabei sein.

Susanne Fischer ist Koordinatorin für den Nahen Osten beim Institute for War & Peace Reporting

 

 


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