Futura negativ

Eine Schönschreibkarriere

Von Emanuel Eckardt

©  Nele Braas
alle Fotos: Nele Braas

Jede Zukunft hat irgendwann einmal klein angefangen. Die Zukunft des Schreibens zum Beispiel nahm in meinem Fall ihren Anfang mit einer Schiefertafel, auf der ich mit einem Griffel Buchstaben in deutscher Schrift krickelte, was übrigens keine Zukunft haben sollte, weder Griffel noch deutsche Schrift. Und ich bin glücklich, Schreiben nicht mehr mit diesem scharrend quietschenden Geräusch verbinden zu müssen, das mir Gänsehaut veursachte. Ich erspare mir die Schilderung einiger Lernprozesse, die vermutlich jeder Schüler meiner Generation durchzumachen hatte, will aber darauf hinweisen, dass ich die Zukunft des Schreibens in diesem Aufsatz rein handwerklich betrachten möchte, auch wenn das die eine oder andere Frage zum Inhaltlichen aufwerfen mag.

Ich fange am besten mit der Binnenalster an, dem Südsee des Alstertums, Hamburgs blinkendem Schaufenster, dem schiffbaren Wasserbecken in der Mitte der Stadt. Ich schlage vor, wir gehen den Ballindamm hinauf, an der prächtigen Zentrale von Hapag Lloyd vorbei, und bewegen uns in die frühen sechziger Jahre, und in ein unscheinbares Haus in zweiten Reihe. Dort lag, in der Ferdinandstrasse, über einem gut gehenden Geschäft für Zeichenbedarf, die „Kunstschule Alsterdamm“.

Als die Zukunft noch vor mir lag

Dort lernte ich schreiben. Ich war neunzehn Jahre alt, die Zukunft lag vor mir, das heißt, ich arbeitete daran. „Futura“ hieß die Schrift, die ich fein säuberlich zu malen hatte: Ich trug einen weißen Kittel wie alle Studenten dieser Privatschule für Gebrauchsgrafik, saß vor meinem Reißbrett am zerschundenen Holztisch im Zeichensaal für Erst- und Zweitsemester, und duckte mich vor dem Zorn des Allmächtigen: Gerd F. Setzke, Gründer und Leiter des Instituts, Zeus und Zerberus zugleich, ein Hüne mit goldblondem, pomadisierten Haar und filterlosem Grinsen. Er richtete seinen hellen Hans-Albers-Blick mit Wohlgefallen auf jede Art von Schönheit, was für seine Studentinnen ebenso galt wie für schöne Schriften. Er mochte, um einmal bei den Schriften zu bleiben, die Bodoni, die Garamond, vor allem kursiv. Aber es gab für ihn keine schönere Schrift als die Futura. Er kämpfte für sie, wenn es sein muss mit groben Worten.  Wer sie nicht in ihrer ganzen makellosen Strenge zu Papier brachte, bekam allerhand zu hören: Du Pfeife! Talentlose Knalltüte! Studentinnen nannte er Schnepfen oder olle Kalebassen. Im Grunde war er ganz anspruchslos. Er wollte nur Perfektion.

Sein Stellvertreter Horst Busecke, genannt Bu, zuständig für die ersten Semester, saß uns im Nacken. Es ging um Sauberkeit, sonst gar nichts, und die brachte er uns bei: Am Beispiel Futura negativ, präzise gezeichnet mit Ziehfeder und Plakafarbe, die wir mit Wasser verdünnten und nach feiner Vorzeichnung auf Bristolkarton auftrugen, sauber gezirkelte, hundsgemein dünne Buchstaben, die bequem auf einer Briefmarke Platz hatten. Wir hatten sie druckreif zu malen, einen Zentimeter hoch, mit ratzscharfen Ecken und Kreisen ohne Beulen. Futura, und zwar negativ! Negativ war reine Schikane, denn es bedeutete: die Schrift Buchstabe für Buchstabe in weißer Farbe auf selbst gemaltem, möglichst glattem, farbigen Grund aufzutragen, erst die großen, dann die kleinen Buchstaben, die völlig zu Recht die Gemeinen heißen. Der farbige Grund durfte selbstverständlich nirgendwo hindurchschimmern, die Farbe nicht tropfen und die Ecken mussten mit feinem, mit dem Munde gespitztem Marderhaarpinsel ausgeglichen werden. Sauber! Aus gewissem Abstand betrachtet, sah ich mein Werk als gelungen an. Aber dann kam Bu mit einer großen Lupe, stöhnte und  höhnte über so viel Schlamperei in den Ecken, nahm das Reißbrett und schlug es mir auf den Kopf, mehr im Scherz als im Schmerz, aber ich spüre es heute noch.

Futura negativ. Ihretwegen musste ich die Schule an der Alster verlassen. Mangelnde Sauberkeit. Und in einer immer noch unklaren Mischung aus Mitgefühl, Bewunderung und ehrlichem Staunen, blicke ich auf die Schüler, die es in diesem Kloster dogmatisch verordneter Farbwahl und grafischer Präzision ausgehalten haben, meinen Freund Erdmann Wingert zum Beispiel, den Dichter und Flötenspieler, der später in Ulm studierte und - wie ich - in den Journalistenberuf wechselte. Oder meine Jahrgangskollegin und Tischnachbarin Anke Heller, die heute Anke Kuhbier heißt, eine Instanz im Hamburgischen Kulturleben, Autorin kenntnisreicher Bücher über Rosen und Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur. Oder Dr. Maria Schneider, einflussreiche Kreativdirektorin der Autostadt in Wolfsburg und Erfinderin der „Movimentos“, der Ballettwochen im Kraftwerk des Volkswagenwerks am Mittellandkanal. Oder Fritz, den ich bewunderte wie keinen anderen Zeichner, Friedrich Karl Waechter, Meister der Frankfurter Schule des Humors, der mit seinen frei hin getuschten, hinreißend komischen Zeichnungen Generationen von Kindern und die zuständigen Erwachsenen begeisterte. Auch er hatte, einige Jahre vor mir, in der Kunstschule Alsterdamm studiert. Ich konnte es nicht glauben, wie kam er denn zu dieser Freiheit seines Strichs, zum angstfreien Tuschen ohne Vorzeichnung, zum absoluten Gegenteil dessen, was wir bei Setzke zu lernen hatten? Er blickte mich an mit seinen staunend großen grauen Augen, lächelte sanft und gestand, er habe diese Schule wohl gebraucht. Der Druck habe sich aufgebaut. Und dann musste es irgendwie raus.

Paul Renner und sein Präzisisonswunder

Ich habe den Druck nicht ausgehalten und habe die Schule des Schreibens vorzeitig verlassen. Ich habe die Futura verflucht, dieses Präzisionswunder, das mir nicht gelingen wollte. 1928 hat Paul Renner sie entworfen, einer der bedeutenden deutschen Typographen des Zwanzigsten Jahrhunderts. Die „Futura“ zählt zu Klassikern der Typographie. Als Paul Renner die „Futura“ in die Zukunft entließ, war er fünfzig Jahre alt und ein etablierter Revolutionär. Geboren am 9. August 1878 in Wernigerode, hatte er Architektur und Malerei in Berlin, München und Karlsruhe studiert. Er lehrte an der Frankfurter Kunstschule Werbegrafik und Typographie, übernahm 1926 die Leitung der Grafischen Berufsschulen in München und 1927 die Direktion der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker. Renner war eine Instanz.

Die Schrift mit dem zukunftweisenden Namen war ein radikaler Bruch mit überlieferten Traditionen, ihre Formensprache vom Bauhaus geprägt. Sie war das Statement einer neuen Zeit, dokumentierte kühl die Abkehr von klassizistischen Schnitten, barocker Antiqua und angewandter Renaissance. Sie setzte sich ab von der aufgequollenen reichsdeutschen Fraktur, dem wilhelminisch rankenden W mit den Schwabbelbacken und dem dolchstoßartigem Binnen-s mit seiner scharfen Unterlänge. Die Futura signalisierte zeichenhaft den Beginn der Moderne, verwandelte fünf Jahrhunderte europäischen Schrifttums in pure Geometrie.

Futura kennt kein Ornament und keinen Schmuck, sie hat keine Füße, keinen Anstrich und keinen Abstrich, kein Fähnchen und keine Kehlen. Renner wollte die absolute, die klare Form. Die nüchternen Typen ergeben ein Schriftbild von beeindruckender Klarheit und ästhetischer Konsequenz, sie sind schmucklos, funktionell und cool. Ihre Basis der Kreis. Die Balkenstärke der Lettern errechnet sich aus dem Radius der Buchstaben, abc und opq sind kreisrund gezirkelt, auch die großen C, D und G, das O und das Q sind aus Kreisformen konstruiert. Scharf stechen die Spitzen von A und M, V und W - kaum merklich - über die Grundlinien hinaus, um ein ausgeglichenes Schriftbild zu ergeben. M und W haben gespreizte Schenkel, das Z scharfe Zacken, aber kein Buchstabe zeigt irgendeine individuelle Regung. Es gibt kein Oval, keine Kurven, keinen noch so eleganten Kompromiss. Nur die Null ist ein Ei.

Was Renner schuf, gab es im Prinzip schon seit über hundert Jahren. Die „Futura“ zählt zur Gattung der „serifenlosen“ Grotesk-Schriften, wie sie schon um 1810 in England entwickelt worden waren. Eine Schrift ohne Serifen, ohne Füße also, fand man grotesk. So kam es wohl zu diesem merkwürdigen Gattungsbegriff. Hundert Jahre lang machten die Setzer einen Bogen um die schmucklosen Lettern.

Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert brachte Bewegung in die rückwärtsgewandte Kultur bürgerlich behäbiger Repräsentation. In Chicago hatte der Architekt Louis Sullivan den Satz „form follows function“ formuliert, übrigens nicht als radikales Dogma, sondern als „Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele.“

FFF wurde zur programmatischen Chiffre der Moderne. Die Zukunft machte sich Luft. Neue Kunstformen suchten den Weg ins Freie: Kubismus, Expressionismus, Neue Musik. „Warum sollten wir zurückblicken, wenn wir die geheimnisvollen Tore des Unmöglichen aufbrechen wollen? Zeit und Raum sind gestern gestorben“, rief der italienische Kultur-Revolutionär Emilio Filippo Tommaso Marinetti 1909 in seinem „Manifest des Futurismus“. In Deutschland war 1907 der Werkbund als Verband zur Förderung der modernen Formgebung gegründet worden, der bald das Industriedesign prägen sollte. Zu den Gründern zählten Hermann Muthesius, Peter Behrens und Bruno Paul, Henry van de Velde und Walter Gropius. Auch Paul Renner trat dem Werkbund bei. 1919 wurde – vom Werkbund gefördert - das Bauhaus gegründet.

Das Ornament als Krebsschaden der Kunst

Mit der „Elementaren Typographie“ der zwanziger Jahre kam nicht nur die Futura, sondern auch die Gill Sans des Engländers Eric Gill und die Erbar Grotesk des Düsseldorfers Jakob Erbar. Der Zeitgeist strebte zur Groteskschrift. „Wer an die Formenwucherungen in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts denkt, darf das Ornament einen tödlichen Krebsschaden der Kunst nennen“, schrieb Paul Renner 1932 in seiner Streitschrift „Kulturbolschewismus“. In diesem Text stemmte Renner sich öffentlich gegen den beginnenden Sturmlauf der Nationalsozialisten auf die moderne Kunst und das neue Bauen, kritisierte offen die Diskriminierung der Juden, plädierte dafür, „dass wir zu einer alten Auffassung des Bürgertums zurückfinden; dass wir uns für alles, was im Volke geschieht, selbst verantwortlich fühlen, dass wir in der Not des Ärmsten das eigene Versagen vor einer großen ungelösten Aufgabe sehen.“

Kein Verleger traute sich mehr, diese (in Futura gesetzte) Schrift zu publizieren. Thomas Mann hatte wohl einen Vorabdruck in Händen, als er an Renner schrieb: „Ich mache mir gar keine Sorgen, dass Ihre Worte, die die lautere Wahrheit sind, auch werden gehört werden. Man läuft immer Gefahr, die Macht der Roheit und Dummheit zu überschätzen, weil sie so laut ist.“

Hier irrte Thomas Mann. Wie viele Intellektuelle seiner Zeit hatte er die Roheit des Gegners, mit dem sie es zu tun hatten, vollkommen unterschätzt. 1933 wurde Paul Renner von den Nazis aus seinem Amt entlassen. Damit endete auch – für die Dauer des „Tausendjährigen Reiches“ – die Zukunft der Futura. Neue Sachlichkeit war nicht gefragt. Die Nazis verboten allerdings auch die gutbürgerliche Fraktur. Sie führten eine brutalisierte Form der gotischen Schrift ein, von Setzern auch „Schaftstiefel-Grotesk“ genannt.

Paul Renner starb 1956 in Hödingen am Bodensee. Die Renaissance seiner Futura hat er noch erlebt, und die Weltkarriere der Grotesk-Schriften, die sich zur erfolgreichsten aller Schriftgattungen entwickelten. Die Familie bekam Zuwachs, Frutiger und Folio, Helvetica und Univers. Heute gibt es tausende Grotesk-Schriften in unendlich vielen Abwandlungen und Schnitten; sie explodieren in der Galaxie des World Wide Web, kaum ein Webdesign ohne Arial und Verdana und ihre Varianten. Die Futura eroberte die Warenwelt und die Welt der Werbung. Mit Futura werben NRW, der „kicker“ und Nivea (Futura Extrafett). Futura ging nach Hollywood, war die Lieblingsschrift Stanley Kubricks. Futura ist überall. Sie hat, auch acht Jahrzehnte nach ihrer Erfindung, immer noch eine Zukunft. Übrigens auch auf MAGDA. Das Logo dieser Website ist Futura pur.

Schönschrift in Gips und Blei

Nur, diese Schrift lässt sich nicht schreiben, Feder und Tusche scheitern an ihrer strengen Architektur, sie ist ein lupenreines Konstrukt. Ich war ungefähr zwanzig, als ich mein Scheitern erkennen musste, und mich mit der Tatsache vertraut machte, dass ich die Zukunft des Schreibens woanders suchen musste. Denn schreiben wollte ich. Martin Andersch, ein Liebhaber des schönen Schreibens und mein Lehrer an der Werkkunstschule an der Armgartstraße, warf mich ins Altertum zurück. Ich musste makellose Gipsplatten gießen und das eine oder andere Wort in römischer Antiqua hineinschneiden, meinetwegen AURA. Weiß in weiß lag es vor mir, eine edle, selbst gemachte Antiquiät, Licht und Schatten gaben ihr plastische Konturen. Der Meister, der unter anderem das Logo der Wochenzeitung DIE ZEIT entworfen hatte, lehrte uns, was Schönschrift war.

Setzen lernten wir auch, nicht ahnend, das dies keine Zukunft haben würde, das Fummeln der Buchstaben aus dem Setzkasten, Zeile für Zeile, die Buchstaben so minutiös in ihren Abständen ausgeglichen, dass wir Papierspatien dazwischen setzten. Und dann, als ich nach einem Vierteljahr die Buchseite fertig hatte (ein Kapitel aus Mark Twains „Ein Yankee am Hofe König Artus“, zu dem ich auch eine Radierung beisteuerte) und meinen ersten Andruck abgezogen hatte,  fiel die Seite hin und all die vielen Buchstaben und Spatien und Papierspatien ergossen sich über den Boden. Ich brauchte ein Vierteljahr, um das ganze Zeug einzusammeln und ordnungsgemäß einzusortieren, vielleicht waren es auch nur acht Wochen, kann sein, dass die Erinnerung mir hier einen Streich spielt, aber ich sah, dies konnte nicht die Zukunft des Schreibens sein.

Auch meine berufliche Zukunft habe ich in den kommenden Jahren neu justiert.  Ich wurde Journalist, schrieb fortan alles mit der Hand, die Notizen der Recherchen und Interviews auf Karteikarten, und daraus filterte ich dann den eigentlichen Text, den ich mit der Hand schrieb und verbesserte. Das chaotisch aussehende Manuskript tippte ich ab, korrigierte jeden Bogen mit der Hand, tippte ihn wieder ab, korrigierte abermals, tippte wieder ab; um es abzukürzen, im Schnitt acht bis zehnmal. Ich wollte nur ein makellos sauberes Blatt vor mir haben, was zur Folge hatte, dass ich meine Texte ständig verbesserte, und das tat den Geschichten gut, die ich schrieb, dauerte aber auch seine Zeit.

Der Rechner als Schreibwerkzeug

Ende der Achtziger Jahre begegnete ich dem Schriftsteller Christoph Ransmayr, dessen perfekte, wie in Stein gemeißelte, poetische Sprache ich bewunderte. Wir freundeten uns an, und ich fragte ihn aus, wie er seine Geschichten zu Papier brachte. Überhaupt nicht! Er schrieb auf einem kleinen Computer, und zwar nur eine Seite, die Seite, die ihn gerade beschäftigte. Und wenn er damit fertig war, löschte er sie, um sie beim nächsten Mal wieder niederzuschreiben, auswendig, mit kleinen Korrekturen. Und wieder zu löschen. Er schrieb seine Seite auswendig so lange und so oft, bis sie perfekt war. Dann speicherte er sie, und sah sie nicht wieder an, bis die letzte Seite geschrieben war. Deshalb ist Christoph Ransmayer einer der wenigen deutschsprachigen Schriftsteller, vielleicht der Einzige, der seine Bücher auswendig gelernt hat.

Auswendiglernen zählt nicht zu meinen Fähigkeiten, aber dass die Zukunft des Schreibens im Computer liegt, hatte ich schnell verstanden. Es kam meiner Art zu schreiben entgegen, ganze Absätze zu verschieben, zwischenzulagern, Sätze spielerisch anzufangen und zu verwerfen, die Schriften einzufärben, zu fetten, zu vergrößern, Seiten zu „bauen“ als wären sie gesetzt. Ich habe mich auf die Times New Roman festgelegt, mag für nüchtern sachliche Texte auch die Arial. Ich könnte sogar meine Texte in Futura schreiben, aber das sieht so merkwürdig aus, dass ich es lieber lasse. Futura negativ.

Ich glaube an die Zukunft des Schreibens, auch wenn sie in meinem Fall überschaubar ist. So lange Geschichten erzählt werden, so lange wird es jemanden geben, der sie aufschreibt, und jemanden, der sie liest. Mag sein, dass die Kulturtechnik des Lesens immer weniger mit Druck und Papier zu tun hat, mag sein, dass die Leser in Zukunft ihre Informationen und Geschichten aus ihrem Rechner beziehen, aus ihrem iPad, aus ihrem Navi im Auto oder aus ihrem Rasierapparat. Und irgendjemand muss diese Geschichten ja schreiben.

 

 * * *

 

In unserer Reihe über Die Zukunft des Schreibens sind bisher erschienen:

"Der Mensch braucht so ein Stück Papier" - Heinrich Jaenecke im Gespräch mit Felix Zimmermann

Vom Verschwinden der Schriftkultur: Henning Lobin über die Folgen der Digitalisierung

Endlich Ballast abwerfen: Wolfgang Michal über die handwerklichen Vorzüge des Internets

Futura negativ - Emanuel Eckardt über den Zauber schöner Schriften

Glanz und Elend auf der digitalen Galeere - Tom Schimmeck über den übel beleumundeten, gleichwohl unentbehrlichen Berufsstand der Journalisten

 

 

 



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